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Steffi und ich begannen den Tag mit einem Spaziergang durch Kreuzberg, der am Mauermuseum an der Bernauer Straße endete. Das ist zwar kleiner, als es die historische Bedeutung verdient hat, aber dennoch sehr beeindruckend.

Und eigentlich sehr passend. Denn viel Zeit blieb mir nicht fĂŒr Bildungsurlaub. Denn um 15 Uhr stand mein nĂ€chster Auftritt auf dem Programm: Der Kinderslam im Ballhaus. RĂŒckblickend wohl an SkurillitĂ€t nicht zu toppen: Da einfach keine Kinder kamen, aqurierte Felix Römer kurzerhand eine Gruppe tĂŒrkischer Teufelsblagen aus einer Einrichtung gegenĂŒber des Ballhauses, indem er sie mit Ü-Eiern bestach. Wir Slammer bemĂŒhten uns aufs Äußerste, diese Bande von Viertelstarken in den Griff zu kriegen.

Diese zeigten sich aber zumeist unbeeindruckt oder ĂŒberfordert von dem Dargebotenen. Taten sich erschreckenderweise sehr schwer beim Entziffern der Namen auf den Teilnehmerlosen und wussten so gar nicht, was oder wie sie bewerten sollten. Als dann bei meinem Auftritt Tumulte ausbrachen, die gar nichts mit mir zu tun hatten, sondern aus Langeweile geboren waren, brach ich meinen Vortrag ab. Felix wollte die Kinder noch zur Ruhe aufrufen. Ich bat ihn, das nicht zu tun und ĂŒbergab den Staffelstab an den nĂ€chsten. Nach gefĂŒhlten drei Stunden, die wir Slammer uns im Hinterhof mit Kastanienweitschießen und Zielwerfen vertrieben, stand dann irgendein Sieger fest. Die Kinder waren mittlerweile bis auf eine Splittergruppe tapferer MĂ€dchen entschwunden. Die Ü-Ei-VorrĂ€te gĂ€nzlich geplĂŒndert und wir bereit uns erneut dem Ernst des Slam zuzuwenden. Mischas Vorrunde stand an.

Um 18 Uhr begann die im Festsall Kreuzberg. Mit Startplatz 2 gestraft, ging unser VĂ©rollet von diesem Todesurteil entmutigt, aber entschlossen sein Ding zu machen, auf die BĂŒhne. „SLAYER!!!“ hallte es dann fĂŒnf Minuten lang durch einen nicht zur GĂ€nze gefĂŒllten Saal. Zu Anfang noch ohne Resonanz. Dann aber, auch weil Mischa sich nicht eine Millisekunde hĂ€ngen ließ, platzte irgendwann der Knoten und das Publikum registrierte, dass dies ein ganz besonders schönes StĂŒck Slam war. Eines, das sogar Startplatz zwei wĂŒrde ĂŒberstehen können. Was es dann auch tat, um es vorwegzunehmen: Die 44 Punkte, die Slayer einbrachte, wurde von keinem der nachfolgenden Slammer mehr getoppt und Mischa ging mit Platz 1 in der Tasche und entsprechend gut gelaunt zur nĂ€chsten Vorrunde ins Kato Kreuzberg.

Auf dem Weg dorthin erfuhren wir dann noch, dass Micha-El Goehre seine Vorrunde ebenfalls ĂŒberstanden hatte. Sulaiman im Team gemeinsam mit Necip ebenso. Toll! Was einen Tag zuvor noch zu einem ostwestfĂ€lischen Armageddon zu werden drohte, wurde nun zu einem SelbstlĂ€ufer.

Huch. So spÀt!? Weil mir hier beim Bloggen gerade die Zeit davon lÀuft noch schnell: Auch im Team konnte Mischa gemeinsam mit Marc als Pumpernickel Boys das Halbfinale erreichen. Tobi Kunze gelang das erstaunlicherweise mit einem nach meiner Meinung besten VortrÀge des Slam 2007 nicht. Und Robert Gaude hat dem Slam den Krieg erklÀrt, weil er Christian Kracht kennt und eigentlich in einer anderen Liga spielt. Ich bekomme Angst und sage: Bis morgen!

Dieser Eintrag ist vom 04.10.2007 und gehört zu: Poetry, Slam, Slam 2007 ...
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Dies hier ist schamlos und komplett von _ben geklaut. Der findet das aber großartig.

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