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Gulasch „Bernhardine Hackenbroich“

Wenn ich - wie heute Abend - zu Hause doch einmal zum Kochen komme und eventuell sogar Besuch ansteht, dann ist es wieder an der Zeit für Omas Gulasch. Da werden dann Zwiebeln geschnitten bis die Augen bluten und Gulasch halbiert, dass einem Fleischer das Herz aufgeht. Und weil ich nach getaner Arbeit und verspeistem Ergebnis immer wieder nach dem Rezept gefragt werde, habe ich es einfach mal aufgeschrieben.

Bernhardine Hackenbroich, * 1.2.1922, + 27.2.2000

Es ist im Grunde sehr simpel. Aber ein Traum. Also: Nachkochen und weiter erzählen. Die folgenden Mengenangaben gelten für 1 Portion. Ansonsten die Mengen schlicht vervielfachen.

Bevor es losgeht erst einmal einkaufen. Also die schwarze, abgewetzte Tasche und die Bahnhofstraße runter zum Elli-Markt gehen.

Dort mindestens folgendes kaufen:

250g gemischtes Gulasch
250g Zwiebeln
1 große Fleischtomate
1 TL Brühe
Soßenbinder
150g Nudeln (gemischt Spaghetti und Macaroni)

Zubereitungszeit: ca. 90 Minuten


So bereitet man es stilgerecht zu. Erst einmal ein vollgeschnäuztes Taschentuch in die Schürzentasche und über irgendetwas fluchen. Vorzugsweise über den Hund:

Frankie "Pankie" Freise, * 1.5.1986, + 2.1.2000

Dann die Zwiebeln würfeln und den Gulasch „säubern". Es empfiehlt sich meist, die Gulaschstücke noch einmal zu halbieren, da sie so später zarter werden.

Anschließend den Gulasch in der Pfanne mit Salz und Pfeffer würzen und anbraten und die Zwiebeln in einem ausreichen großen Topf glasig dünsten. Den angebratenen Gulasch hinzugeben. Topf mit Wasser auffüllen, bis der Gulasch und die Zwiebeln so eben bedeckt sind. Brühe hinzugeben. Tomate vierteln, den Strunk entfernen und so in den Topf geben. (Blanchieren oder ähnliches tun nur Leute, die zuviel Zeit haben.)
Das Ganze nun gut 1 Stunde vor sich hin köcheln lassen bis ein Großteil der Flüssigkeit verdampft ist. Gelegentlich umrühren.
Abschließend mit Soßenbinder binden und zu den Nudeln geben.

(Wer nicht weiss, wie man Nudeln kocht, dem hustet Oma was!)

Essen. Aber nicht zuviel. Soviel kannst Du einfach nicht mehr essen. Vielleicht nochmal fluchen und Dein Gegenüber fragen, seit wann er eigentlich keine Böhnchen mehr mag. (Natürlich hast Du dazu einen Bohnensalat gemacht!)

Nach dem Essen noch auf den Stuhl neben dem Tisch setzen, eine HB und eine Lord Extra rauchen und: Der Tag gehört Dir.

Dieser Eintrag ist vom 04.04.2008 und gehört zu: Früher, Rezepte ...
6 Kommentare (s.u.) wurden bislang dazu hinterlassen. ... Trackback-Link

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Markus Freise schreibt dazu am 09.04.2008
Ach so. Ne. Der ist einfach verreckt.
Micha schreibt dazu am 07.04.2008
Du kennst doch den Film: "In Westfalen essen sie Hunde". Oder wie der heißt...
Markus Freise schreibt dazu am 06.04.2008
Nein, überhaupt keinen. Wieso?
Micha-El schreibt dazu am 05.04.2008
...sag mal, gibt es irgendeinen konkreten Zusammenhang zwischen dem Ableben des Hundes und dem Gulasch...?
Markus freise schreibt dazu am 05.04.2008
Und lecker war er. Hmmmm.
christina schreibt dazu am 04.04.2008
es stimmt: besseres gulsch gibt's nicht. aber herrje, wenn oma wüßte, dass du saucenbinder verwendest... nicht auszudenken. sie würde „ach, Markus!” schimpfen und – voila – ihren eisblauen tupper-kunststoff-shaker aus dem schrank nehmen, ca. einen EL mehl, einen schuss kaltes wasser reintun, so kräftig schütteln, dass ihre wangen flattern und dann damit die sauce „andicken”. p.s. den shaker hat christa, vielleicht leiht sie'n dir mal. ansonsten geht auch jedes verschraubbares glas.

* wird nicht veröffentlicht.

Dies hier ist schamlos und komplett von _ben geklaut. Der findet das aber großartig.

6
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